Von einer viel zu langen Pause und einer linearen Geschichte

Ich gebe zu: ich war nun mehrere Monate weg von meinem Blog. Sogar weit weg. Genau genommen war ich in der anderen Hemisphäre und hinzu kam ein Umzug, der sämtliche Kräfte gekostet hat. Auch mein Buch war vorerst auf Eis gelegt. Aber es hat mir erstaunlicherweise sehr geholfen.

Ich hatte sogar ein wenig Angst, dass ich mein Buch völlig vernachlässige und doch nicht mehr meinen Kindheitstraum erfüllen werde – ein Manuskript schreiben und einreichen.

Doch dann kam der Tag: Ich saß in einer sehr langweiligen Vorlesung (es war ein Gastvortrag) und fing an durch meinen Laptop zu scrollen. Hier und da räumte ich Dokumente und Dateien in den digitalen Papierkorb und auf einmal wurde mir eine Datei vorgeschlagen: Manuskript.docx. Ich fühlte mich, als würde ich einen alten Bekannten wiedersehen. Das Dokument wurde mit einem liebevollen Doppelklick geöffnet und ich war wieder schockverliebt in mein kleines Herzensprojekt. Ich fing an zu lesen. Es fühlte sich an, als hätte ich auf einmal eine andere Brille auf (lustigerweise hatte ich tatsächlich meine neue Brille auf), denn ich fing an Sätze nachzubearbeiten. Ganze Absätze wurden mit neuem Wortmaterial ausgeschmückt und gefüllt. Auf diese Art und Weise arbeitete ich mich nach und nach vor und vor einer Woche bin ich beim letzten geschriebenen Kapitel angekommen. Ich habe mein Buch neu entdeckt und es hat mir wahnsinnig geholfen, um einen neuen Blickwinkel auf das ganze Werk zu bekommen.

Also ist das ein neuer Punkt, den ich als Tipp aufführen kann: Eine Zeit lang Abstand nehmen von seinen Schreibprojekten.

Habt ihr noch andere Tipps und Tricks, die euch beim Schreiben helfen?

3 Kommentare zu „Von einer viel zu langen Pause und einer linearen Geschichte

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