Von Blaskapellen und Trübsal

In den letzten Tagen war ich ein wenig unterwegs auf WordPress und habe viele neue Blogs für mich entdeckt. Besonders die Kurzgeschichten-Blogs interessieren mich, da ich ja auch Kurzgeschichten schreibe. Aber eine Sache ist mir dann aufgefallen.

Sie können alle so wunderbar und unbeschreiblich mit den Wörtern jonglieren. Ich lese die Beiträge und sie fließen wie ein frischer Fluß vom Gletscher ins Tal. Teilweise konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. So tolle Dinge wurden da beschrieben. Und selbst Alltagserlebnisse lesen sich wie ein Bestseller.

Ich habe mit 4 Jahren angefangen zu lesen und konnte seitdem nicht aufhören. Über 150 Bücher fasst mein Bücherschrank, den ich regelmäßig neusortiere, alte Bücher weggebe und neue im Tausch bekomme. Ich hielt mich immer für unglaublich belesen und wortgewandt, ich gebe es zu, auch wenn es sehr eingebildet klingt. Vor einigen Tagen hatte ich meine alten Schulsachen und alten Computerordner angesehen. Unzählige angefangene Bücher und Sagen, die ich immer zuende schreiben wollte, aber nie hatte ich genug Wörter. Inspiriert hatte mich damals das Buch „Das Orakel von Oonagh“, denn die Autorin Flavia Bujor hatte es mit 13 Jahren geschrieben. Und so schrieb und schrieb ich unaufhörlich an verschiedensten Geschichten. Fantasy, Krimi, Thriller, Kurzgeschichten. Die verschiedensten Vorbilder hatte ich: Cornelia Funke, Wladimir Kaminer, Monika Feth. Ich hatte mich sogar schon bei Verlagen erkundigt (mit 14 Jahren) wie man Schriftsteller wird. Aber erschlagen muss ich auch noch heute feststellen, dass Schriftstellerin für mich nie in Frage kommen wird. Und mein literarisches Pürree versuche ich nun auf meinem Blog auszulassen – in der Hoffnung, dass wohlmöglich hier jemand Gefallen an meinem Wortsalat findet.

Im Moment habe ich wieder ein neues Konzept im Kopf für eine längere Geschichte. Würde es euch denn interessieren, wenn ich kapitelweise etwas von mir geben würde?

Dieser Beitrag soll nicht falschverstanden werden. Ich geier auf keinen Fall nach „Komplimenten“ oder etc. Das war einfach nur ein Thema, was mich bereits eine Weile beschäftigt hat, weil ich bis jetzt noch mit keinem Post so zufrieden war, dass ich sagen kann: Ja! Das ist es! Das zergeht den Leuten auf der Zunge wie Werthers Echte.

Wie ist es denn mit euch? Hattet ihr auch Träume als Kind, die ihr immer noch im Kopf habt, aber wisst, dass ihr sie nicht erfüllen könnt? Wenn ja, welche? Und wie geht ihr damit um?

PS: Soll ich als Beitragsbild weiterhin die selbstgeschriebenen Überschriften nehmen oder sind die nicht ansprechend?

19 Kommentare zu „Von Blaskapellen und Trübsal

Gib deinen ab

  1. Ich kann deine Erfahrung gut nachvollziehen.
    Ich hatte auch ähnliche Träume.
    Mir hat das Leben in letzter Zeit gezeigt, es wird immer Leute geben, die auf bestimmten Gebieten noch mehr wissen als man selbst; die was können, was man bewundernswert findet.
    Aber das ist doch toll. Und niemand muss und soll sich verstecken.
    Wenn es dir Freude bereitet zu schreiben und es hier zu veröffentlichen, dann ist es vielleicht genau der Weg, der zu dir passt.
    Was nicht heißt, dass man nicht auch andere Dinge probieren kann.

    Ich mag die handgeschriebenen Überschriften.

    Liebe Grüße

    Hannes 🙂

    Gefällt 2 Personen

  2. Ich finde es wunderbar , dass es diese Plattform hier gibt . Schreiben ist die Seele öffnen , Gedanken können fließen . Es gibt Tage , da bleibt die Kreativität auf der Strecke und Tage , an denen wir ganz tief abtauchen können . Da fließen die Zeilen und man stellt sich alles bildhaft vor . Schreiben bedeutet für Mich, ich kann meine Gedanken , wünsche , Sehnsüchte ins Universum schicken , ohne Erwartungshaltung . Und wenn es jemand gefällt , ist das wunderbar 😀 jeder hat seinen eigenen Stil und genau das macht die Vielfältigkeit aus . Mach genauso weiter , wie es sich für dich am besten anfühlt .👍
    Liebe Grüße Mona

    Gefällt 3 Personen

  3. Vielen Dank lieber Hannes ! 🙂 Ich glaube, mein Problem liegt bei meiner perfektionistischen Ader. Ich stelle mir selber zu hohe Ansprüche, die ich nicht erfüllen kann (auch beruflich). Aber ich arbeite daran 🙂

    Gefällt 2 Personen

  4. Liebe Mona, danke für deinen Kommentar! 🙂 Ich glaube, wie ich auch schon im ersten Kommentar geantwortet habe, dass es an meinem Perfektionismus liegt. Auch in meinem privaten Alltag merke ich, dass ich mir zu hohe Ziele setze oder mich mit Leute vergleiche, die viele Jahre älter sind. Dann sagt mein Kopf mir: „Schau mal! Die baut ein Haus und ist verlobt!“ Aber er lässt dabei den Satz raus, dass diese Person auch fast zehn Jahre älter ist als ich. Und damit tu ich mir im Moment wahnsinnig schwer. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich das in den Griff bekomme!

    Gefällt 1 Person

  5. Ich kann dich verstehen . Und das braucht eine Weile , um sich von dem Perfektionismus zu lösen . Ich finde du schreibst sehr gut und nimm ruhig dein Buch Projekt in Angriff , ganz langsam ohne darüber nachzudenken , was wäre wann… im Leben fügt sich alles . Lobe dich selbst öfters mal , das tut unwahrscheinlich gut 😊. Vergleich dich nicht mit anderen , meist ist es bei anderen nur der schöne Schein nach außen hin . Ziele sind wichtig und planen auch , jedoch kann ich dir nur sagen , meist kommt irgendetwas unerwartetes und dann muss man drüber Lächeln und halt seine Pläne ändern . Und ich finde das mittlerweile spannend , sozusagen Abenteuer Leben 😄
    Liebe Grüße Mona

    Gefällt 1 Person

  6. Ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen, mir geht es auch oft so. Aber im Grunde kann ich mich meinen beiden Vorrednern nur anschließen. Scheffel dein Licht nicht unter den… äh.. weg… du weisst, was ich sagen will^^ …. ich wollte immer unbedingt ein Buch schreiben… inzwischen finde ich mich viel eher bei Kurzprosa, Lyrik und Kurzgeschichten wieder… das ich dabei nicht der hellste Stern am Firmament bin… was solls… ich mache trottzdem weiter und freue mich, wenn mein schreiben besser wird und mir auhc selbst gefällt… bis vor kurzem konnte ich nichtmal was von mir geschriebenes lesen, ohne ein massives fremdschämen aushalten zu müssen. inzwischen les ich einiges davon gerne. auch das sind erfolge … soll heißen… mach einfach weiter, nimm andere blickwinkel ein, probier dich aus, lass dich inspirieren… das wird schon… und wenn du ein buch schreiben willst… geh es an… zur not drucke es dir selber, wenn es nicht veröffentlicht wird und stelle es dir ins regal…. oder verschenke kopien davon an freunde… so gehe ich das jetzt an …. im übrigen lese ich dich gerne und ob mir deine worte jetzt wie werthers echte oder mehr wie schweizer Kräuterzucker runtergehen… müsste ich mal auf die probe stellen ;-P

    Gefällt 2 Personen

  7. Danke lieber Jo 🙂 Ja ich habe tatsächlich vorhin eine Stunde lang ein neues Konzept für eine Geschichte überlegt. Und diesmal will ich alles richtig machen. Außerdem habe ich eine alte Mail von mir gefunden, wo ich dem Fischer Verlag geschrieben habe. Und ich bin es meinem jüngeren Ich schuldig, dass ich es versuche. Und es freut mich, dass du die Sachen von mir gerne liest! 🙂

    Gefällt 1 Person

  8. Ich glaube nicht, dass es möglich ist, alles richtig zu machen. Aber Du kannst soviel falsches und üebrflüssiges weglassen und deine geschichten verdichten bis das was überbleibt dich selbst beim lesen zum strahlen bringt. dann ist es perfekt. jedenfalls ist das meine erfahrung 😀

    Gefällt 2 Personen

  9. Man muss nicht unbedingt mit den Wörtern jonglieren. In Dein Tagebuch würdest Du ja auch schreiben so wie Du denkst. Und ein Privatblog ist nichts anderes wie ein Tagebuch. Bei Fachblogs sieht das schon anders aus. Da muss jedes Wort sitzen. Dort gibt man sein Wissen, seine Erfahrungen, oder seine politischen Ansichten weiter. In dem Sinne, mach weiter so, Dein Blog ist schon ok. Mein Rat – authentisch sein und bleiben, sich nicht verbiegen lassen und wenig Rechtschreibfehler einbauen. Und wenn es den Lesern nicht gefällt, dann sollen sie zum Teufel gehen. 🙂

    Gefällt 1 Person

  10. Dein Blog, schreib rein was du magst. Wenn ich mir die Kommentare ansehe, dann musst du wohl nicht befürchten, dass sich jemand von deinen Geschichten „belästigt“ fühlt . Ich stelle fest, dass es sehr hilfreich ist gelesen zu werden. Viel Freude am Hervorkommen 😉 Zoe

    Gefällt 1 Person

  11. Liebe Zoé, danke für deinen Kommentar! 🙂 Ja es ist schon hilfreich, dass Leute meinen Wortsalat lesen. Ich freue mich auch über jede Rückmeldung, die ich bekommen kann, weshalb ich auch aktiv bei anderen kommentiere! ❤

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: